Workshop

Wie wir es schaffen, nichts zu tun

Über die (Sozial-)Psychologie des Klimawandels

Annika Schmid (Psychologists for Future), Christian Bärisch (Zukunftsgestalten e. V.)


D
er Klimawandel ist schwer zu fassen. Er konfrontiert uns mit komplexen globalen Zusammen­hängen und Ent­wick­lungen, die mit unseren All­tags­wahr­neh­mungen und unserem Erfah­rungs­hori­zont schein­bar kaum etwas zu tun haben. Trotz gesich­erter wis­sen­schaf­tlicher Belege für den men­schen­gemach­ten Klima­wandel und der zu­neh­men­den Sicht­bar­keit von Extrem­wetter­ereig­nissen, wird aber immer noch viel zu wenig für den Klima­schutz getan. Dabei beginnt die orga­nisier­te Ver­ant­wortungs­losig­keit - so wie es der Sozio­loge Ulrich Beck einmal so tref­fend nannte - bereits in unseren Köp­fen. Wie schaf­fen wir es, das Thema immer wieder zu ig­no­rie­ren, den in­neren Kon­flikt zwischen dem Wis­sen um das Prob­lem und der feh­len­den Hand­lungs­bereit­schaft aus­zuhalten oder die Verant­wortung aus­zulagern an Dritte?

Im Bei­trag sollen an­hand eta­blierter Erklä­rungen und Thesen aus Sozial­psycho­logie und Um­welt­psycho­logie die viel­fältigen Mög­lich­keiten erkun­det werden, Span­nungen und Wider­sprüche aus­zu­halten oder Wider­stände gegen Verän­derung auf­zu­bauen. Außer­dem wollen wir gemein­sam darüber sprechen, wie wir vom Wissen ins Handeln kommen und welche Bedeu­tung Kom­munik­ation und Framing dabei für die Bemühungen um mehr Klima­schutz haben können.