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Alles bleibt, wie es wird

Was kommt nach Umundu?

verfasst am 19.01.2021 von Christian

D
as Jahr 2020 war nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie ein besonderes. Bereits zu Jahresbeginn fiel die gemeinsame Entscheidung, dass das Umundu-Team den langjährigen Trägerverein Sukuma arts e. V. mit dem Projekt verlassen wird, um zukünftig auf eigenen Füßen zu stehen. Das Umundu-Festival für nachhaltige Entwicklung durfte seit seiner Gründung im Jahr 2009 bei Sukuma heranwachsen und sich mit bisher 12 Festivals und unzähligen Begleitveranstaltungen in der Stadtkultur und im Dresdner Debattenkosmos als verlässliche Größe verankern. Mit vielen Kooperationspartner*innen entstand über die Jahre ein Netzwerk von Aktiven, die sich auf unterschiedlichen Gebieten in Theorie und Praxis mit Fragen einer nachhaltigen Entwicklung auseinandergesetzt haben, Wissen, Kompetenzen und Wertschätzung austauschten und dies heute - als Unterstützer*innen oder Partner*innen unseres Projektes - teilweise auch nach über einem Jahrzehnt noch tun. Die anhaltende und wachsende Motivation von Menschen, sich aktiv um eine lebenswerte Zukunft zu kümmern, sich verantwortlich zu fühlen für eine Gesellschaft, in der man leben möchte und dabei in seiner Freiheit, seinen Fähigkeiten und seiner Persönlichkeit zu wachsen, begeisterte uns seit der ersten Stunde des Festivals und soll uns auch zukünftig dazu antreiben, gute Bildungs- und Netzwerkarbeit zu machen. Wir wollen auch weiterhin und mehr denn je den Geist von einer Gestaltbarkeit unserer Zukunft befördern und verbreiten und hoffen, dies in neuem Gewand in solch merkwürdigen Zeiten, wie wir sie in 2020 und 2021 erleben, leisten zu können.


Ein Abschied vom Umundu-Festival für nachhaltige Entwicklung?

Das Umundu-Festival für nachhaltige Entwicklung wandert mit seinen Koordinator*innen nun noch einmal weiter und wird in diesem Jahr 2021 beim Ökumenischen Informationszentrum e. V. für kurze Zeit eine Heimat finden. Das ÖIZ hat das Festival seit vielen Jahren als Partner auf unterschiedliche Weise begleitet und mit seiner Expertise bereichert. Nun unterstützt uns das Team des ÖIZ aktiv mit viel Engagement und Vertrauen dabei, ein letztes Mal das Projekt unter diesem Namen auszurichten. Das 13. Umundu-Festival für nachhaltige Entwicklung wird also das letzte Umundu-Festival sein. Auch wenn der Name "Umundu" über die Jahre eine kleine Marke geworden und mit vielen Erinnerungen verbunden ist, so glauben wir auch an die Kraft der Veränderung und an die Möglichkeit, unter einem neuen Namen weiterhin und verstärkt das ausstrahlen zu können, wofür unsere Arbeit bisher stand und auch weiterhin stehen soll: Die Zuversicht, dass Zukunft gestaltbar ist und natürlich die Einsicht, dass Zukunft gestaltet werden muss, damit sie zu einem Ort werden kann, an dem wir alle auch leben möchten.


Wir werden Zukunftsgestalten

Wer sind die Zukunftsgestalten? Sind es die, die heute aktiv Zukunft gestalten? Oder sind die Zukunftsgestalten vielleicht unsere zukünftigen alter egos, die, die wir werden müssen, damit Zukunft der "Ort" sein kann, den wir uns wünschen. Sind Zukunftsgestalten vielleicht deshalb die, die wissen, was sie sich wünschen und was sie wollen sollten? Sind wir nicht alle schon ein wenig Zukunftsgestalten? Oder sind wir noch viel zu wenig Zukunftsgestalten? Oder beides?
Als neuer Verein Zukunftsgestalten e. V. wollen wir gemeinsam mit euch Denk- und Handlungsspielräume erkunden, Ideen und Zukunftsvisionen diskutieren und viele, viele Fragen stellen. In etablierten und neuen Formaten werden wir ab 2022 das Erbe des Umundu-Festivals fortführen und mit eurer Hilfe den Nachhaltigkeitsdiskurs in Vorwärtsbewegung halten.
Also, alles bleibt so, wie es wird. Wir legen uns da aber noch nicht fest.